HILFE DURCH PRAKTIKANTEN/INNEN
Seit Jahren schon
kommen jedes Jahr Jugendliche aus
Hamburg in der Zeit zwischen dem Abitur und dem
Studienbeginn zu uns und helfen uns bei der Versorgung
der Kinder. Immer wieder haben wir von ihnen danach
gehoert, wie toll diese Zeit war und ihnen half nach dem
"Abi" nicht in das beruehmte grosse Loch zu fallen.
Katarina gibt Nach-Hilfeunterricht
Die Wichern-Schule
in Hamburg hat seit Jahren Kontakt
zu Projekten fuer drogenabhaengige Strassenkinder und
Kinder vom Muellberg in Hamburgs Partnerstadt Leon in
Nicaragua.
Was liegt also naeher als die Klamotten zu packen und sich
auf den Weg zu machen um dort Land und Leute und
vielleicht auch sich selbst ein bischen besser kennenzulernen.
Miriam, Christine, Marie-Theres, Martina und Katarina,
die Fuenf von der Wichernschule in Hamburg, und Clarissa
aus Celle haben uns aus diesem Grund im August und
September 2002 aufgesucht.
Miriam und ihre Bewunderer
Vorher hatten die
fuenf allerdings wochenlang in Geschaeften,
bei Bekanten und Freunden Material zum Spielen und Lernen
gesammelt, das sie kofferweise ueber den grossen Teich schleppten.
In Leon wohnen sie im Studentenwohnheim, Residencia, und
helfen mit bei der Betreuung der Kinder in den Projekten
CHAVALADAS und NIÑOS DEL FORTIN, die der Hamburger
gemeinuetzig-mildtaetige Verein HELFT NICARAGUAS KINDERN
( APNN - Ayuda Para los Niños de Nicaragua ) dort finanziert.
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Marie-Theres mit ihrem neuen Freundinnen.
Sie haben die letzten
Wochen in in eifrigem Einsatz neue Klassenraeume
gestrichen und mit den Kindern beider Projekte Weihnachtskarten
und Kalender fuer den Verkauf auf dem Markt der Voelker im
Hamburger Voelkerkundemuseum gemalt und gebastelt in der
Hoffnung so einen kleinen Beitrag zu leisten zu den monatlich fuer
den Verein anfallenden Kosten von 6.500 EUROS fuer beide Projekte.
Sie haben ihre Freundschaften mit den Kindern geschlossen und
werden jeden Morgen liebevoll von ihnen empfangen. Wie Katarina sagte:
"Jedes Kind hat seine eigene Geschichte. Erschreckenderweise aehneln
sie sich sehr haeufig. Man sieht diese Kinder und kann sich nicht vorstellen,
was diese jungen Augen schon alles gesehen haben."

Clarissa verteilt mit uns in Landschulen Kugelschreiber.
Martina meinte: "Auf den ersten Blick wirken die Jungen wie ganz
normale
Kinder. Sie spielen, streiten, albern rum und machen ihre Streiche. Erst
nach und nach faellt auf, wie weit sie in ihrer Entwicklung zurueck sind
und wieviel Liebe sie brauchen, um all das Erlittene zu vergessen."
Alle sind sich aber darin einig: "Wir haben inzwischen eingesehen,
dass
wir nicht die Welt veraendern koennen und auch unsere Hilfe hier wird
nur einen Tropfen auf den heissen Stein sein wird.
Vielleicht
ist es aber das Wichtigste, was wir machen koennen, andere
Menschen zu Hause darauf aufmerksam zu machen, dass es da Kinder
in Laendern wie Nicaragua gibt, die dringend Hilfe brauchen."
So lernen wohl behuetete Jugendliche, bevor sie in ihr Studium treten,
eine ganz andere Welt mit ihren Menschen und Problemen kennen.
Dies wollen wir auch weiterunterstuetzen, indem wir wie schon seit
Jahren ihnen die Moeglichkeit geben nach Leon zu kommen, um mit uns
fuer einige Monate zu arbeiten und die Idee zu verwirklichen,
Kindern in schwierigen Verhaeltnissen der Dritten Welt eine bessere,
eine wuerdige und gerechte, Zukunft zu geben
die Verwirklichung eines kleinen, kleinen Traumes.
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